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viernes, 20 de julio de 2007

Präsident von Ecudor und Delegation in Deutschland



Offizieller Berlin-Besuch Rafael Correas mit hochrangiger Delegation
 
Der Präsident der Republik Ecuador, Rafael Correa Delgado, Phd, war vom 15.-18. April auf Einladung sowohl der Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) in der Bundeshauptstadt. Präsident Correa eröffnete am Dienstag, den 16. April als Hauptredner die 13. Lateinamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft (LAK) im Haus der Deutschen Wirtschaft Berlin.
Präsident Rafael Correa traf mit der Bundeskanzlerin, dem Bundespräsidenten, dem Präsidenten des Deutschen Bundestags, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin zusammen", sagte der Botschafter von Ecuador in Deutschland, Jorge Jurado: „Ecuador beabsichtigte mit diesem Besuch, die Beziehungen zu Deutschland insbesondere in Handel, Wissenschaft und Technologie auszubauen. Daher begleiteten den Präsidenten mehrere Minister aus diesen Bereichen: der Minister Ecuadors für Auswärtige Angelegenheiten, Handel und Integration, der Minister zur Koordinierung der Strategischen Sektoren, der Minister zur Koordinierung der Produktion, der Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit, der Minister zur Koordinierung des Wissenschaftssektors und zur Förderung der Entwicklung des Bildungspotentials, der Minister des Nationalsekretariats für Planung, der Minister für Wissenschaft und Technologie, die Ministerin für Migration und die Ministerin für Umwelt.“


Präsident der Republik Ecuador hält wissenschaftlichen Vortrag in TU Berlin vor 1.700 Anwesenden
Präsident Correa hielt am 16. April um 18.30 Uhr im Auditorium Maximum der Technischen Universität (TU) Berlin den öffentlichen Vortrag “Wege aus der Krise” vor 1.700 interessierten Zuhörern, die zum Abschluss mit stehenden Ovationen und lautem Jubel Ihre Zustimmung bekundeten.
Der ecuadorianische Präsident betonte seine Freude, in Deutschland - „Wiege von Hegel, Marx, Schiller, Goethe, Nietsche, Heine, Bach und Beethoven“ wie er hervorhob - über die ecuadorianischen Erfahrungen hinsichtlich der Krise zu referieren. Zunächst hob der Regierungschef hervor, dass Ecuador das Land mit der höchsten Biodiversität der Erde sei, wenn man die Artenvielfalt auf dem Lande sowie die des Meeres zusammennimmt. Die Integration von Minderheiten wie der Menschen mit Behinderung sei sehr erfolgreich verlaufen: 40.000 Personen mit Behinderung  seien in den letzten Jahren in den Arbeitsmarkt integriert worden - das entspreche einer Vollbeschäftigung dieser Personengruppe.
Durch das Schuldenaudit der Regierung der radikaldemokratischen Bürgerrevolution habe Ecuador 8 Milliarden US-Dollar an Schuldendienst eingespart. Der Schuldendienst betrug 2006 noch 24% des Staatshaushalts, 2012 machte er nur noch 5,5% desselben aus. Er erläuterte sehr detailliert, wie die Dritte Welt“ ab Ende der 1970er Jahre schrittweise als lukratives „Kreditsubjekt“ entdeckt und folglich von internationalen Organisationen wie IWF und Weltbank abhängig wurde. Der IWF habe sich von einem ursprünglich von J.M. Keynes inspirierten antizyklischen Instrument (im Rahmen von Bretton Woods) zum „Wachhund des internationalen Finanzkapitals“ entwickelt, so Präsident Correa. Auch verglich er diese Situation mit den Mechanismen der übermäßigen Verschuldung in Südeuropa und erwähnte hiebei den ehemaligen Vizepräsidenten der Weltbank Joseph Stiglitz, Wirtschaftsnobelpreisträger und Globalisierungskritiker. Außerdem kritisierte der Staatschef die Unabhängigkeit von Zentralbanken, durch welche die Makroökonomie auf ein vermeintlich technisches Problem reduziert würde und bezog sich auf die Beispiele Japan und Südkorea, wo die Anbindung der Zentralbanken an die Politik eine Bedingung für den Aufstieg dieser Länder darstellte. Rafael Correa zitierte zudem in seiner wirtschaftswissenschaftlichen Rede zahlreiche aktuelle Statistiken. Er nannte den deutschen Ökonomen Friedrich List (1789-1846), der zur Theoriebildung über protektionistische Wirtschaftsmodelle maßgeblich beitrug und bereits Mitte des 19. Jahrhunderts für eine intelligente Eingliederung der Nationalökonomie in den Weltmarkt plädierte. Präsident Correa erklärte darüber hinaus, dass Ecuador derzeit genau das tue, was Deutschland damals unternahm, um eine nationale Industrie nach Kriterien der politischen Ökonomie aufzubauen, das heißt eine gezielte Integration in ausgewählte Märkte zur Vermeidung von asymmetrischen Handelsbeziehungen, sodass die Entwicklungschancen optimiert werden. Er äußerte seine Besorgnis angesichts der aktuellen Situation in der EU, wo die gleichen Fehler begangen würden wie in Lateinamerika vor dreißig Jahren. Es gehe darum zu erkennen, wer die Entscheidungen treffe: die Menschen oder das Kapital.


Präsident Correa trifft mit ecuadorianischer Gemeinde zusammen und besucht Technologiepark Berlin Adlershof

Präsident Correa hielt am 17. April einen Vortrag in Berlin (An der Urania) vor in Deutschland, der Tschechischen Republik und der Schweiz ansässigen Ecuadorianerinnen und Ecuadorianern. Der ecuadorianischen Kulturveranstaltung wohnten beinahe 1000 Personen bei. Die ecuadorianischen Tanzgruppen Ayahuma – typischer Tanz des Chota-Tals – und Mashicunas - typischer Tanz des Hochlandgebiets um den Ort Cayambe - sowie weitere Sänger und Gitarristen stimmten die Anwesenden auf die Ankunft des Staatschefs ein.
Nach der Rede des Regierungschefs Ecuadors wurde dem in Italien aufgewachsenen Ecuadorianer, Herrn Maestro José Miguel Maschietto (siehe Foto: Pianist Maschietto), der Preis European Award for artistic and cultural activities - Golden Europea überreicht (weitere Informationen unter folgender Website: http://www.euu-cz.org/en/article-2013-04-17-the-president-of-the-republic-of-ecuador-and-angela-merkel.htm). Der renommierte ecuadorianische Musiker Leo Rojas bereicherte neben weiteren ecuadorianischen Sängern und Musikern den feierlichen Abend.

Das Staatsoberhaupt Ecuadors besichtigte außerdem am Donnerstag, den 18. April mit einer hochrangigen Delegation den Technologiepark Berlin Adlershof, wo die dortige wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität (HU) erläutert wurde. Auch besuchte Präsident Correa in diesem Rahmen die Firma Younicos AG (Photovoltaik, Solar- und Windtechnik) und erörterte Optionen für eine Kooperation mit Ecuador. Abschließend besichtigte der Staatschef die Labore der Firma Caprotec Bioanalytics GmbH (Biotechnologie).